Erklärvideo selbstgemacht

Alle machen in Videos, und kurz habe ich mir geärgert, nicht doch ein Hunde-Thema genommen zu haben. Da hätte ich schließlich Videomaterial ohne Ende haben können. Wobei sich unser Hund nicht unbedingt für Aktion-Szenen eignet, aber Hundebetten, das wäre sein Ding als Hauptakteur.

Aber ich hab ja Veilchenwurzel und Babys erste Zähne als Thema. Also blieben mir nur die selbstgemachten bunten Bildchen, um ein kleines Erklärvideo zu produzieren.

Wozu ein Erlärvideo bei einer Nischenseite?

Alle kommen mit Erklärvideos um die Ecke und die Idee ist ja auch gut. So kann ich zu Beginn einer Seite ein Video packen für all die, die keine Lust haben 1000 Wörter Text zu lesen. So hole ich die ab, die einfach nur unterhalten werden möchten. Die anderen bekommen auf meinen Seiten ja wirklich genug zum lesen. Und zum anderen hat längst nicht jede Nischenseite ein eigenes Video, damit hebt man sich also auch schon mal ab. Und es gibt mindestens einen Nofollow-Link aus der Videobeschreibung von Youtube. Alles gute Gründe. Und es könnte Spaß machen 🙂

Ich habe mir dann diverse Plattformen angeschaut, die sich für Erklärvideos anbieten. Sicherlich interessant, aber ich möchte sowas lieber wenigstens einmal komplett selber gemacht haben.

Storyboard mit Stift und Papier

Also habe ich mir mein Notizbuch genommen, einen Stift und mir ein Storyboard für ein Veilchenwurzel-Erklärvideo ausgedacht. Links immer ein kleines Bild, was ungefähr zu sehen sein soll und rechts der Text dazu. Wobei am Ende vom ursprünglichen Storyboard nicht so viel übrig geblieben ist, es hilft aber die Gedanken zu sortieren.

Erklärvideo für Veilchenwurzel Infoseite selbst machen.
Storyboard für das Veilchenwurzel Erklärvideo.

Einzelbilder für das Video erstellen

Dann ging es an das Erstellen der Einzelbilder. Da mir Photoshop zu teuer ist und es mir für meine Zwecke auch zu viele Funktionen hat, nutze ich Photoshop Elements, kostet weit unter 100 Euro, und für das, was ich normalerweise tue, Bilder verkleinern, ausschneiden, schärfen etc. reicht das vollkommen aus.

Diesmal ging es ans Zeichnen und das hat auch geklappt. So ein Babykopf besteht eigentlich nur aus Kreisen. Sogar Nase und Mund, aber da hatte ich keine Lust auf kompliziert und habe leider etwas abgekürzt. Aber ok, war ja das Erstlingswerk. Noch zwei Bilder gekauft und alles arrangiert und dem Skript den Feinschliff gegeben.

Eigentlich wollte ich erst nur Texte hinterlegen und eine Musik drauf. Das ist aber eher Präsentation und weniger Video. Der Versuch von mir den Text selbst einzusprechen ist kläglich gescheitert, das hatte ich aber schon befürchtet. So hatte ich aber schon mal einen Richtwert, wie lange der Text ungefähr sein würde. Und ein netter Sprecher war im Haus schnell gefunden. Der hat mir dann die Audiospur aufgenommen und ich habe dann im Windows Movie Maker alles so arrangiert, das die Bilder in etwa mit dem übereinstimmen, was er sagt – und vor allem wann er es sagt.

Kleiner Umweg über den Audiorecorder von Windows

Den Umweg über den Audiorecorder von Windows mussten wir zum einen gehen, weil mein Mann ja die Audiospur an seinem Rechner aufgenommen hat und bei mir am Rechner sich der Moviemaker von Windows beharrlich geweigert hat, das direkt aufzunehmen. Aber so groß ist der Mehraufwand auch nicht.

Und am Ende kam dann ein Erstlingswerk heraus, mit dem ich sicherlich nicht den Oscar als bester fremdsprachiger Werbefilm erhalten werde, aber für meine Zwecke reicht das mehr als aus.

Verwendete Technik bzw. Software für mein eigenes Erklärvideo

  • Windows Videomaker 2012 für Windows 7
  • Adobe Photoshop Elements 11 (Bildbearbeitung)
  • Audiorecorder (ist bei Windows 7 mit dabei)
  • Hardware, also mein PC ist so alt, das fällt unter das Anwenderschweigerecht und wird hier nicht offenbart 🙂
  • Als Mikrofon wurde das hier genutzt, das Lavalier-Mikrofon BOYA BY-M1, das ist hier auf dem Kritzelblog mal ausführlich vorgestellt worden, ich hab es mir daraufhin auch gleich gekauft. Es war allerdings sein erster Einsatz beim Veilchenwurzel-Video. Aber das Mikrofon wird nun häufiger genutzt werden, es ist schon ein deutlicher Qualitätsunterschied. Vorstellung Lavalier-Mikrofon

Zeitverbrauch für mein erstes Video

Also das Einsprechen hat vier Versuche und fünf Minuten gedauert und das kleine Video ist 1:19 Minuten lang geworden. Daran gearbeitet habe ich an zwei Tagen und insgesamt sind es (ich habe mal den Wutanfall wegen dem Mikro und den Fehlversuch meiner Sprechversuche rausgelassen) ca. 8 Stunden gewesen.

Regiearbeit, Skript erstellen, Storyboard zeichnen 1 Stunde
Bilder anfertigen 6 Stunden.
Komponieren bzw. Anordnen (Timing): knapp 1 Stunde
Einsprechen 5 Minuten
Ergebnis Videolänge: 1:19 Minuten

Nicht nur Video, sondern auch eigene Bilder produziert

Theo vom Veilchenwurzel Video
Baby Theo

Ich habe jetzt aber nicht nur das Video, sondern ich kann daraus natürlich auch ein paar Bilder nehmen, und damit die Webseite illustrieren. Damit hätte ich endlich auch halbwegs eigene Bilder, die nicht auf anderen Webseiten zu sehen sind. Finde ich auch gut.

Jetzt muss ich nur noch den richtigen Platz für das Video auf der Veilchenwurzel Seite finden 🙂

2 Gedanken zu „Erklärvideo selbstgemacht“

  1. Hallo Anabell,

    ein wirklich gelungener Beitrag und mit Begeisterung habe ich Deine Beschreibung der Erstellung Deines Erstlingswerks verfolgt. Danke für den ausführlichen Einblick, der dazu verführt, es auch einmal selbst zu probieren.
    Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du mit Adobe Elements zunächst die Einzelbilder erstellt und diese dann in Windows Movie Maker eingefügt und den Text ergänzt.
    Klingt eigentlich ganz einfach. Baby Theo ist dir übrigens sehr gut gelungen…der hat die Chance zum Branding-Logo 🙂

    Liebe Grüße
    joergmichael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.