Neustart nach Krankheit

So, ich wage jetzt in den nächsten Tagen den Neustart. Zwei Mal Chemotherapie habe ich hinter mir, Bestrahlung ist auch nur noch zwei Wochen und die Operation ist von mir schon erfolgreich verdrängt. Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen. Vor allem wenn ich dann irgendwann wieder echte feste Nahrung zu mir nehmen darf. Oder ein Glas köstliches klares Wasser trinken dürfte. Aber auch dabei kann es sich ja nur noch um Wochen handeln.

Nach dem es jetzt aufwärts gehen sollte, gibt es hier mein kleines Resümee zum Thema selbständig sein und krank sein. Um es klar zu sagen, ich bin froh, dass ich frühzeitig auf Nischenseiten und nachhaltige Contentprojekte gesetzt habe. Und das mich nie auf Themen mit riesiger Konkurrenz gestürzt habe. Das letzte Mal wirklich ernsthaft gearbeitet habe ich Anfang September und dennoch ging es während meiner Krankheit und Genesung mit den Einnahmen so munter weiter, dass ich ein echtes Problem mit der Krankenkasse bekommen habe.

Aus der wurde ich letzten Dezember von der Arge abgemeldet (da waren wir fünf Monate als Aufstockerin drin, Deutschland ist doch erheblich teurer als Gran Canaria). Das ich abgemeldet worden bin, habe ich erst im Januar gemerkt, als die Bestrahlungsklinik meinte, dass ich das klären müsste, ansonsten gäbe es eine Rechnung über 7000 Euro. Also habe ich bei der Krankenkasse angerufen und diese reagierte wie alle anderen: Sie sind doch jetzt verheiratet, ihr Mann hat doch Arbeitet, also ist doch für Sie die Familienversicherung zuständig. Ich erklärt, dass ich zwar seit September krank bin, aber dennoch eben Einnahmen hätte. Ah so, die Grenze läge bei 415 Euro pro Monat. Ja, meine Einnahmen würden das toppen.

Jeder, wirklich jeder, kam mir mit Familienversicherung, jeder, wirklich jeder, bekam dann ein ungläubiges Staunen in die Augen, als ich erklärte, dass ich im Internet Seiten hätte, die eben ohne mich Geld verdienen würden und zwar mehr, als die 415 Euro.

Nach einigem Bangen (vor allem für die Bestrahlungsklinik) hat mich die AOK dann auch wieder in Gnaden aufgenommen. Und verheiratet sein lohnt sich dann wirklich. Da ich im Formular völlig gefrustet nur 10 Stunden reingeschrieben habe, die ich in der Woche arbeite (und das war ja nicht gelogen, zu dem Zeitpunkt waren es ja eher 0,5 Stunden), hat mir die nette Dame da doch tatsächlich angeboten als Nebenerwerb reinzugehen, damit ich nicht den Mindestsatz zahlen muss, sondern wenigsten ein paar Euro spare, da mein Verdienst als Grundlage genommen wird und nicht der Fantasieverdienst für die Mindestbemessung. Ich müsste dann halt reinschreiben, dass ich eigentlich Hausfrau wäre und vom Gehalt meines Mannes lebe. Da das ja nicht gelogen ist mit der Hausarbeit, hab ich das getan und so hat sich der Ärger mit der Abmeldung wenigstens noch ein wenig gelohnt.

Mein erstes neues Projekt nach der Genesung (von der ich ja nur noch paar Wochen entfernt bin, hoffentlich) wird dann wohl die Teilnahme an der Nischenseiten Challenge 2016 sein. Vorher muss noch einiges auf Vordermann gebracht werden (das Finanzamt schreibt bereits sehr böse Briefe), aber ich hoffe, dass ich da wieder erfolgreich mit dabei sein werde.

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